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aufgenommen werden, um anderen Applikationen die Möglichkeit zu geben, auf Web
Services zugreifen zu können. Bei .NET heißt dieses Namensverzeichnis Universal
Description, Discovery and Integration, oder einfach UDDI. Auch hierbei handelt es
sich nicht um eine Neuerung seitens Microsoft. Verteilte Komponentenarchitekturen
wie beispielsweise CORBA oder EJB besitzen ebenfalls ein Namensverzeichnis, um so
verteilte Komponenten zu finden und auf sie zugreifen zu können. Neu ist jedoch die
Art, wie der Zugriff letztendlich geschieht.
So wird nicht nur für die Beschreibung der Spezifikation ein vom W3C in absehbarer
Zeit zertifizierter Standard genutzt, sondern auch für das Übertragen der Daten. Bei EJB
erfolgt der Zugriff auf ein entferntes Objekt über ein proprietäres Protokoll. Hierbei
handelt es sich entweder um die Minimallösung durch Java RMI oder einen Component
Transaction Monitor (CTM), der die Zugriffe auf die verteilten Objekte überwacht und
für die Korrektheit der Transaktionen, Sicherheit, Effizienz usw. sorgt.
Im Gegensatz dazu werden für den Transport und den Zugriff der Daten bei den Web
Services von .NET offene Standards verwendet: Die zu übertragenden Daten werden
dazu z.B. in ein XML-Dokument serialisiert. Dieses XML-Dokument entspricht der
SOAP-Spezifikation. Damit ist es jedem potentiellen Client, der SOAP-Dokumente
erstellen und verarbeiten kann, möglich, einen solchen Web Service zu nutzen. Somit
sind die .NET Web Services ebenso wie CORBA sowohl plattform- als auch sprachu-
nabhängig. Ein weiterer Vorteil ist es, dass dem Entwickler gleichzeitig mächtige
Werkzeuge bereitgestellt werden, die oft wiederkehrende Probleme wie Transaktions-
management, Sicherheit, Verzeichnisdienste usw. abnimmt. Im Falle von EJB müsste
hier der Entwickler entweder selbst entsprechende Dienste implementieren, oder auf
einen separat erhältlichen CTM zurückgreifen, der diese Aufgaben erledigt.
3.4
Web Services in der Praxis
3.4.1
Erstellen eines Web Services
Hinter den Web Services steht der neue Dienst ASP.NET. Damit lassen sich auf relativ
einfachem Wege Web Services erstellen. Dabei gestaltet sich das Erstellen des eigentli-
chen Web Services in drei Schritten:
1. Erstellen einer Datei mit der Endung .asmx
2. Deklarieren des Web Service in der .asmx-Datei
3. Erstellen der entsprechend deklarierten Methoden
Die .asmx-Deklarationsdatei deklariert den Web Service. Dabei kann die Implementie-
rung des Web Service entweder direkt innerhalb der Datei erfolgen oder eine Referenz
auf eine Assembly von Klassen enthalten. Bei Assemblies handelt es sich um Sammlun-
gen von Klassen und etwaigen anderen benötigten Ressourcen, beispielsweise Grafiken
oder Dokumente. Man kann Assemblies mit den aus Java bekannten Java Archives
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