| |
- 14 -
Wahl des Web Service
Nachdem die Wahl auf einen Web Service gefallen ist, muß zunächst mit Hife des zu-
vor übermittelten WSDL-Dokumentes ein Client-Proxy erstellt werden, um den Web
Service für den Client nutzbar zu machen. Man spricht hier auch von einem WSDL-
Vertrag, da durch das WSDL-Dokument der angebotene Service für den Anbieter als
Nutzer (Server und Client) eindeutig definiert ist.
Der erzeugte Proxy sorgt dafür, dass Anfragen seitens des Clients in eine SOAP-
konforme XML-Datei serialisiert und zum Server des Web Service geschickt werden.
Entsprechend werden die Antworten des Servers verarbeitet und dem Client zur weite-
ren Verarbeitung zur Verfügung gestellt. Der Web Service Proxy arbeitet also vom
Prinzip her wie der EJBObject-Stub bei den Enterprise Java Beans.
Erzeugt wird der Proxy mit Hilfe des Tools wsdl.exe. Dieses kann aus einer Be-
schreibung auch automatisch einen Proxy erstellen. Nachdem nun also der Proxy erstellt
wurde, kann dieser ganz normal in der eigenen Applikation verwendet werden, um die
vom Server angebotenen Web Services zu nutzen.
Wahl der Übertragungsmethode
Zuletzt muß noch die Übertragungsmethode festgelegt werden, mit der die Kommunika-
tion zwischen Client und Server abläuft. Standardmäßig gibt es die Möglichkeit, Daten
via HTTP-POST, HTTP-GET und SOAP auszutauschen. Aufgrund der Kodierung der
Daten bei den HTTP-Methoden können damit nur einfache Datentypen, jedoch keine
komplexen Typen wie Objekte übertragen werden. Letzteres ermöglicht jedoch das
SOAP-Protokoll.
Entgegen der gerade genannten drei Standardmöglichkeiten besteht aber auch noch die
Option, ein gänzlich anderes Protokoll zum Transport der Daten zu verwenden. Dies
wird dann im WSDL-Dokument spezifiziert. Als letzte Möglichkeit hat man dazu dann
noch die Wahl, ob das Protokoll verbindlich vorgeschrieben wird, oder ob es auf
Wunsch verwendet werden kann.
|  |
|
| |
|
|