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Dazu wurde im zweiten Teil der Ausarbeitung gezeigt, dass .NET nicht nur eine einfa-
che Ansammlung von Bibliotheken ist, sondern das Konzept hinter .NET sehr gelungen
ist. So lassen sich sämtliche Komponenten, für die ein .NET-Compiler existiert und die
entsprechend auf .NET compiliert wurden, in jeder beliebigen .NET-kompatiblen Pro-
grammiersprache wieder verwenden. Dies bietet insbesondere den Vorteil, dass eine
Migration sämtlicher Komponenten auf C# langfristig erfolgen kann, und nicht alle
Komponenten auf einmal migriert werden müssen. Hier stellt sich natürlich die Frage,
ob es sich überhaupt lohnt, einen Wechsel auf C# zu vollziehen. Die Antwort auf diese
Frage lässt sich natürlich nicht pauschal beantworten, jedoch ist C# die auf .NET maß-
geschneiderte Programmiersprache und bietet Features, die in den anderen .NET-
kompatiblen Programmiersprachen teilweise nur durch aufwendige Konstruktionen zu
realisieren sind. Es sollte daher zunächst abgewogen werden, ob sich der Aufwand einer
Anpassung der bestehenden Komponente lohnt, oder die Komponente nicht gleich bes-
ser in C# neu erstellt werden sollte.
Wie weiterhin im zweiten Teil gezeigt wurde, bieten Web Services eine Möglichkeit,
auch aus bestehenden Applikationen mit minimalem Aufwand eine verteilte Applikati-
on zu erstellen. Entgegen der früheren Produktpolitik setzt Microsoft diesmal auf offene
Standards und Plattformunabhängigkeit, auch wenn Microsoft mit Plattformunabhän-
gigkeit wohl weniger an die Unabhängigkeit vom Betriebssystem als von der Art des
Clients, z.B. Handys oder die eigene Spielkonsole X-Box, gedacht hat. So will Micro-
soft damit eine Plattform zur Verfügung stellen, auf denen ein Kunde beispielsweise
sämtliche Informationen und Angebote ständig nutzen kann, ganz gleich ob er am hei-
mischen PC sitzt oder mit dem Handy unterwegs ist. Doch auch wenn dieses Konzept
seitens Microsofts hauseigenem Dienst myServices6 nicht aufgegangen ist, so wurde
mit .NET jedoch eine Möglichkeit geschaffen, mit denen verteilte Komponenten inner-
halb von Organisationen und auch im B2B-Sektor auf einfachem Wege erstellt werden
können.
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Siehe: http://www.heise.de/newsticker/data/hps-11.04.02-000
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