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Doch .NET ist nicht nur eine einfache Laufzeitumgebung: .NET stellt dem Anwender
eine riesige Klassenbibliothek zur Verfügung, mit der Desktop-Applikationen, Web-
Applikationen, Web Services (Verteilte Applikationen) uvm. auf einfache Art und Wei-
se erstellt werden können.
Daher soll im Folgenden darauf eingegangen werden, wie man diese Möglichkeiten
nutzen kann und wie sie funktionieren.
3.2
Desktop-Applikationen mit .NET
Mit Einführung von .NET hat Microsoft gleichzeitig auch die Windows-Bibliotheken
und deren Verwendungsmöglichkeiten generalüberholt und auf den aktuellen Stand der
Technik gebracht. So stehen dem Nutzer von .NET sämtliche Funktionen, die es bisher
gab, in einer überarbeiteten Version bereit. Dies geht von den grafischen Dialogen und
Fenster über Hardwarenahe Zugriffe bis hin zum Zugriff auf Daten in einer Datenbank.
So finden sich alle bisherigen Windows-Bibliotheken in irgendeiner Form in .NET wie-
der.
Beispielsweise wurden die alten Microsoft Foundation Classes (MFCs) durch neue
Window Forms ersetzt. Gleichzeitig unterstützt die neue Art der Dialoggestaltung auch
das Reagieren auf bestimmte Ereignisse, so wie es bei Java Swing üblich ist. In C# er-
folgt dieses durch die bereits oben angesprochenen Delagates:
public TestForm(){
Form form = new Form();
//Überschrift setzen
form.Text = "Standard Test-Form";
//Event-Handler für Resize hinzufügen. Delegation
//an Methode fResize
form.Resize += new System.EventHandler(this.fResize);
form.ShowDialog();
}
private void fResize(Object sender, System.EventArgs e){
((Form)sender).Text = "Resized";
}
Neu ist weiterhin die Möglichkeit, mehrere lokalisierte Versionen von Ressourcen einer
Applikation mitzugeben.4 Es kann dabei während der Laufzeit der Applikation dann die
gewünschte Version geladen werden. JÖRN LOVISCACH ET. AL. [4] zufolge ist dieses
4
Bei einer lokalisierten Version handelt es sich um eine Version, deren Textelementen auf eine spezi-
fische Landessprache angepasst ist.
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